München ist bunt - Giesing ist international

Projekt „München ist bunt / Giesing ist international“
Giesinger Jugendliche und junge Flüchtlinge werden gemeinsam kreativ; sie gestalten zusammen eine Graffitwand und produzieren einen Projektsong.

Künstlerische Leitung und Projektinitiatorin: ZiBa (www.zibaone.com)
Pädagogische Leitung: Sieglinde Felixberger
Die Flüchtlingsdebatte hat in den vergangenen Monaten eine breite mediale Aufmerksamkeit  erfahren und ist inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Bürgerbewegungen für Flüchtlinge, von privater Initiative bis hin zu den organisierten Demonstrationen sind Indiktoren für das Bewusstsein um die Not und Lage der Flüchtlinge.

 Das Projekt „München ist bunt / Giesing ist international“ soll sich einem besonderen Aspekt der Flüchtlingsproblematik widmen: Flüchtlinge sind verurteilt zum Nichtstun! In der Zeit nach der Aufnahme in Deutschland bis hin zur endgültigen Entscheidung der Migrationsbehörde über das Asylverfahren, die unter Umständen bis zu fünf Jahren dauern kann (in manchen Fällen sogar bis zu 10 Jahren) sind Flüchtlinge verurteilt zum Warten. Private und kirchliche Organisation erarbeiten immer wieder mit Unterstützung privater Initiativen Beschäftigungs- und Freizeitangebote.

Tragisch ist die Situation vor allem für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Abgesehen davon, dass sie nicht zur Schule gehen oder an einem vergleichbar anderen Bildungssystem teilhaben dürfen, stellt die Verurteilung zum Nichtstun in dieser Lebensphase eine einschneidende Beeinträchtigung ihrer Persönlichkeitsentwicklung- und entfaltung dar.

Das Projekt „ München ist bunt / Giesing ist international“ soll in erster Linie auf diese Problematik aufmerksam machen und gleichzeitig ein Freizeitangebot sein, wodurch mit den anderen BesucherInnen des Jugendtreffs AKKU gemeinsam ein Kunstprojekt verwirklicht wird.

Das Projekt „München ist bunt / Giesing ist international“ widmet sich der Interaktion zwischen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und ortsansässigen Jugendlichen. Es hat drei Schwerpunkte: einen integrativen Austausch von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen mit den Jugendlichen aus dem Jugendtreff AKKU, die individuelle künstlerische Verwirklichung der TeilnehmerInnen auf Leinwand o.ä. und die gemeinsame Kreativität, bei der zwei Kunstwerke entstehen sollen: eine Graffiti-Wand  und ein Musikstück.

Das Projekt soll vorzugsweise an zwei Wochenenden stattfinden. Wichtig ist es, zu allererst eine Kommunikation zwischen den Flüchtlingen und den AKKU-Jugendlichen zu ermöglichen, deshalb müssen DolmetscherInnen und betreuende PädagogInnen vor Ort sein. Eine Vorbereitung für die minderjährigen Flüchtlinge soll zuvor in den Einrichtungen, in denen sie wohnen, stattfinden. Gegebenfalls wird es einige vorbereitende gemeinsame Aktionen geben. 

Gestartet wird mit der individuellen kreativen Station an den Leinwänden (50x50 cm). Jede/r TeilnehmerIn hat dabei eine eigene Leinwand, die sie/er nach Belieben gestalten kann, unterstützt und beraten werden sie dabei von zwei KünstlerInnen. An einer zweiten Station können sie Taschen oder Aufkleber gestalten.

Am darauf folgenden Wochenende sollen dann die TeilnehmerInnen gemeinsam eine Graffiti-Wand gestalten. Das Konzept wird zuvor miteinander ausgearbeitet und nach Zustimmung der Stadt München umgesetzt.

Die Musikstation wird an beiden Wochenenden besetzt sein, da die Produktion eines gemeinsamen Songs zeitaufwändig ist.

 

Das Projekt richtet sich an  männliche und weibliche Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von etwa 11 bis 21 Jahren.

Wir gehen aufgrund der Erfahrungen aus anderen Graffiti/Kreativ-Projekten von etwa 40 bis 60 Jugendlichen aus.

Das Projekt wird in den Pfingstferien starten (weitere Infos direkt im Jugendtreff AKKU oder bei ZiBa).